17. Oktober 2017

OneNote-Backup: Alle Optionen im Überblick

6. Export als PDF

Für sehr wichtige Inhalte kann es durchaus eine Überlegung wert sein, Notizbücher im PDF-Format zu sichern. Die entsprechende Export-Option gibt es allerdings – Sie haben es schon erraten – nur in den Desktop-Versionen OneNote 2010, 2013 und 2016. Die PDF-Versionen verlieren einiges an Inhalt (z.B. eingebettete Dateien) und Formatierung (Grafikauflösungen, Seitenlayouts). Aber immerhin bleiben möglicherweise wichtige Textinhalte erhalten.

Seiten, Abschnitte oder ganze Notizbücher lassen sich (bislang nur) mit der Windows-Desktop-Version von OneNote als PDF exportieren.

 

Dabei gehen aber binäre Inhalte verloren; die Auflösung von Bildern, Seitenlayout und -aufteilung können stark leiden.

Vorteile:

  • Unabhängig von OneNote und Microsoft, da universelles und auf jedem System lesbares Format
  • „Handlich“, da ein PDF pro Notizbuch (auf Wunsch aber auch pro Abschnitt oder Seite)

Nachteile:

  • Binäre Inhalte gehen verloren, das Originallayout leidet auch sehr, da OneNote Inhalte nicht in Standard-Seitenformate presst.
  • Nicht mehr in OneNote importierbar, jedenfalls nicht im ursprünglichen Format
  • Nicht automatisierbar

Keine dieser Backup-Methoden ist ideal – außer vielleicht Methode 2, die sich aber auf lokal gespeicherte Notizbücher beschränkt. Aber alle sorgen mehr oder weniger für eine gewisse Sicherheit in dem Sinne, dass es von den wichtigen Inhalten eine Kopie gibt, die vor Bugs, Synchronisationsproblemen und Anwenderfehlen recht sicher ist. Das Zurückspielen in OneNote braucht fast immer (außer Methode 5) ein Windows-Desktop-OneNote. Sich Zugriff auf ein solches verschaffen zu müssen, ist aber vielleicht das kleinere Übel gegenüber einem totalen Datenverlust.

Bleibt nur zu hoffen, dass Microsoft allen OneNote-Nutzern, also auch denen mit einem Mac oder nur der Windows-10-App, irgendwann eine vernünftige Backup-Lösung spendiert. Für sehr wahrscheinlich halte ich es allerdings nicht, da Microsoft die Ansicht vertritt, die Daten wären in ihren Cloud-Speichern so sicher, wie Norbert Blüm die Renten seinerzeit wähnte.

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