OneNote für Android: Notizen aus jeder App dank Floatie

In der aktuellen Beta der OneNote-App für Android fehlen nach wie vor etliche vermisste Features. Dafür kommt ein gänzlich unerwartetes: Floatie nennen die Entwickler einen schwebenden OneNote-Button, der eine schnelle Notiz erlaubt, ohne dass die gerade aktive App verlassen werden müsste.

Nicht zu unrecht dürften viele Android-Nutzer enttäuscht sein, dass das überfällige Update der OneNote-App immer noch keine Passwort-Unterstützung und andere vermisste Features bietet. Dafür gibt’s aber „Floatie“. Der Zweck von Floatie ist es, den kürzesten Weg zu einer Notiz zu bieten … ohne Laden der OneNote-App oder Umweg über den Homescreen. Hinter dem etwas albernen Namen steckt ein „fliegender“ Button, der in allen Apps sichtbar ist und sich bei Nichtgebrauch dezent an den Rand des Bildschirms zurückzieht. Die exakte Position lässt sich durch Antippen und Verschieben frei bestimmen, so dass das Symbol keine wichtigen Bildschirminhalte verdeckt. Außerdem ist es halb transparent, sobald es am Bildschirmrand steht.

Floatie versteckt sich dezent am Bildschirmrand, wenn nicht gebraucht. In jeder  App (hier z.B. WhatsApp).
Floatie versteckt sich dezent am Bildschirmrand, wenn nicht gebraucht. In jeder App (hier z.B. WhatsApp).

Tippt man das Symbol an, öffnet sich ein Fenster, in das man eine Notiz samt Titel tippen und an eine wählbare Position (Notizbuch, Abschnitt, bestehende Seite) schicken kann. Das ist ungemein praktisch, um beim Telefonieren, „WhatsAppen“, Recherchieren im Browser, Mail lesen o.ä. mal eben eine Info festzuhalten. Ein gleichzeitig erscheinender Button erlaubt das Speichern eines Bildes von der Kamera. Der Umweg über Homescreen und OneNote-Widget (oder gar Starten der App) kann entfallen.

Im Test klappt das ausgesprochen gut, wenn man sich mal an das doch immer irgendwie ein bisschen störende Symbol, dass da vom Bildschirmrand hereinguckt, gewöhnt hat. Auf Tablets dürfte es etwas weniger im Weg sein als auf Smartphones mit niedriger auflösendem Bildschirm.

Wenn Floatie doch einmal nervt, reicht das Antippen und Verschieben auf das gleichzeitig dargestellte „X“, was das Tool sofort beendet. Neu starten lässt es sich dann direkt aus dem „…“-Menü der OneNote-App.

Tippt man das Symbol an, legt sich ein Eingabefenster für eine Notiz über den Bildschirm. Links oben lassen sich Ziel-Notizbuch, -Abschnitt und -Seite festlegen.
Tippt man das Symbol an, legt sich ein Eingabefenster für eine Notiz über den Bildschirm. Links oben lassen sich Ziel-Notizbuch, -Abschnitt und -Seite festlegen.

Derzeit steht Floatie, beziehungsweise die zugehörige OneNote-App-Version 15.1.6027.1004 nur Beta-Testern zur Verfügung, die sich in der entsprechenden Google+-Gruppe angeschlossen haben. Erfahrungsgemäß dauert es aber nur kurze Zeit, bis das Update nach dem Beta-Test den Weg in den Play-Store findet. Und wer weiß, vielleicht enthält die finale Version doch noch die eine oder andere Verbesserung, die sich Android-Nutzer so sehr wünschen. Microsoft-Entwickler Ayush Rastogi versichert in der o.g. Google+-Gruppe, dass Floatie eine „Nebenbei“-Entwicklung und noch mehr oder weniger im Experimental-Status sei und die Arbeit an anderen Weiterentwicklungen der OneNote-App für Android nicht verzögern soll. Außerdem verspricht er eine baldige weitere Beta mit neuen Features.

Ein Kommentar

  1. Na wenn „schmerzlich vermisste Features“ fehlen, dann ist ja alles gut.

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