OneNote 2010: wieder verschwundene Abschnitte

Es häufen sich derzeit wieder Nutzerberichte, dass sich Abschnitte teilweise vor den Augen der Benutzer leeren. Die Ursache liegt aller Wahrscheinlichkeit nach wie schon in der Vergangenheit bei den Microsoft-Servern. Einzige Abhilfe: warten.

Das Answers-Forum von Microsoft wird wieder einmal überflutet von verzweifelten Anfragen bezüglich eines Phänomens, das sich auf OneNote 2010 zu beschränken scheint: Wie schon mehrfach in der Vergangenheit verschwinden Abschnitte oder sogar ganze Notizbücher. Teilweise leeren sich die Inhalte direkt vor den Augen der Anwender. Eine erneute Synchronisation scheint nur kurz Abhilfe zu schaffen; nach kurzer Zeit ist alles wieder weg. Immerhin geht es vermutlich nur um den lokalen Cache; die eigentlichen Daten auf OneDrive bleiben erhalten. Ich rate trotzdem dringend zu einem Backup wichtiger Notizbücher mit der OneNote-eigenen Funktion.

Bislang gibt es keine Bestätigung oder offizielle Verlautbarung von Microsoft. Da das Problem in ähnlicher Form aber schon aufgetreten ist und es kürzlich auch zu anderen Schwierigkeiten mit OneNote 2010 kam, kann man davon ausgehen, dass es bekannt ist und sich hoffentlich in ein paar Tagen „von selbst“ löst. Derzeit scheint das OneNote-Team am Synchronisationsmechanismus zu arbeiten, um diesen zu optimieren. OneNote 2010 ist die letzte Version, die eigentlich mit Cloud-Sync via OneDrive (oder damals Windows Live) nichts am Hut hatte. Diese Funktionalität wurde erst mit einem Service Pack für Office nachgereicht. Es steht zu hoffen, dass OneNote-2010-Nutzer bei den Umbauten nicht auf der Strecke bleiben. Schließlich könnte sich Microsoft ohne weiteres auf das schon vor fast zwei Jahren ausgerufene Support-Ende von Office 2010 berufen.

5 Kommentare

  1. Eine Berufung auf das Support-Ende von Office 2010 hielte ich für gewagt, da das Problem doch offensichtlich nicht in OneNote 2010 liegt, sondern in der OneDrive-Software.

    Bernd

    • Stefan Wischner

      Schon richtig; nur wenn OneNote 2010 einen „Kompatibilitäts-Patch“ benötigen würde (was auch immer Microsoft gerade serverseitig modifiziert, scheint mit allen anderen OneNote-Versionen ja zu klappen), könnte man auf die Idee kommen. Ich denke immer nur an das Schlechte in Menschen (zumindest in Softwareentwicklern und -verkäufern :))

      • OK, das mit dem Schlechten im Menschen (besonders bei Microsoft) kann ich durchaus nachvollziehen ….
        Speziell im hier vorliegenden Fall wäre das allerdings dreist.

        Bernd

  2. Diese Art von Problemen habe ich nun zur Genüge hinter mir. Das gesamte Wissens-Management lag bei Onenote und ich habe immer öfter „Magengrummeln“ bekommen. Nun habe ich mir die Arbeit gemacht und alles in den grünen Mitbewerber übertragen. Ob es hier nun wirklich sicherer ist, kann ich als Anwender nicht bewerten, aber das Gefühl ist entspannter….

    • Stefan Wischner

      Och, wenn Sie sich bei OneNote schon an Synchronisationsprobleme gewöhnt haben, werden Sie sich bei Evernote gleich zu Hause fühlen 🙂

      Ich kann bei wichtigen Daten immer nur empfehlen (bei OneNote UND Evernote): Lokales Backup machen. Bei OneNote exportiere ich mein wichtigstes Notizbuch sogar immer wieder mal im PDF-Format; das Ergebnis ist nicht schön, aber völlig plattformunabhängig und nicht dem Wohl und Wehe der Herstellerserver ausgeliefert.

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